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Überschwemmungen

Nach einer langen Dürreperiode im Südosten Afrikas kam es jetzt zu schweren Niederschlägen und Überflutungen auch in Malawi. Jüngst hat der Zyklon Idai nach Mosambik auch Malawi noch heimgesucht, an der Küste Mosambiks mit Windgeschwindigkeiten bis zu 220 km/h. Über 100 Menschen in beiden Ländern kamen bislang ums Leben, darunter ca. 60 in Malawi, wo auch knapp 600 Menschen durch die Auswirkungen der Überschwemmungen verletzt wurden.

Fischereiverbot soll Buntbarsche retten

Die Überfischung bedroht die Existenz von Fischerfamilien am Malawisee. Der drittgrößte See Afrikas beherbergt die größte Anzahl endemischer Fischarten der Welt. Neunzig Prozent der fast tausend Arten im See sind nur hier zu finden. Der überwiegende Teil sind Buntbarsche. Allerdings sind die Bestände in den letzten Jahren deutlich geschrumpft. Laut einem Bericht der SADC haben Fischer vor wenigen Jahren täglich bis zu 5000 Fische gefangen. Heute beträgt die Ausbeute manchmal sogar weniger als 300 Fische. Betroffen sind vor alle Frauen, die vom Fischhandel leben.
Die Regierung hat deshalb gemeinsam mit Fischereiverbänden Gegenmaßnahmen ergriffen. Im November und Dezember ist die Fischerei auf dem Malawisee untersagt, damit sich der Bestand erholen kann. Die Anrainergemeinden gehen sogar noch weiter und haben das Verbot auf fünf Monate bis Ende März ausgedehnt. Seitdem steigt die Menge der Buntbarsche wieder deutlich an. Kommerzielle Fischereibetriebe halten sich allerdings nicht immer an das Verbot. Ihnen drohen hohe Strafen, Verstöße werden mit einer Geldbuße von 1095 US-$ oder 60 Monaten Gefängnis mit harter Arbeit geahndet. Den Fischerei-Inspektoren am Malawisee sind bereits mehrere Schwarzfischer ins Netz gegangen.
(Quelle: 360° Afrika, Heft 2/2019)

Bundesminister Müller in Malawi

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, ist Anfang Januar zu einem Besuch in Malawi gewesen. In der Pressemitteiung des BMZ heißt es hierzu:
„Malawi ist eines der ärmsten Länder weltweit, aber die Regierung engagiert sich, etwa mit einer aktiven Familienpolitik. Die Geburtenrate konnte so bereits von 5,7 auf 4,4 Kinder pro Frau gesenkt werden. Deutschland unterstützt die malawische Regierung dabei und investiert in Grundbildung, Gesundheit und die Entwicklung der ländlichen Räume. Aber die Ernährungssicherung bleibt eine riesige Herausforderung. Malawi ist eines der drei am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern weltweit. Hier müssen wir entschlossen helfen. Malawi braucht eine landwirtschaftliche Revolution von unten – wie die Genossenschaften in Deutschland. Staatspräsident Peter Mutharika werde ich unsere Unterstützung anbieten, die Landwirtschaft noch stärker als Job- und Wirtschaftsmotor auszubauen.“

Minister Müller besichtigt dazu unter anderem ein Wiederaufforstungsprogramm des alternativen Friedensnobelpreisträger Tony Rinaudo für neue landwirtschaftliche Flächen sowie Einrichtungen zur Weiterbildung von Hebammen und Versorgung von HIV-infizierten Kindern.

Flusspferde verendet

Im Liwonde Nationalpark sind in den letzten Monaten etwa 45 Flusspferde an Milzbrand verendet, wie die zuständige Behörde laut Presseberichten mitgeteilt hat.

Termine

Unsere Gesellschaft wird in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern und dies zusammen mit der Mitgliederversammlung 2019 nach der Sommerpause.

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